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Chor - Wir über uns

Musik
Geschichte


Lesen Sie hier, was wir von uns zu sagen haben.
Wir über uns beschreibt kurz unsere Formation. Lesen Sie auch, wie wir uns gefunden haben und warum wir tun, was wir tun. Beispielhaft haben wir auch ein Lied übersetzt dazu gegeben, um Ihnen zu illustrieren, worumm es in unseren Liedern geht. Einiges über die Menschen bei uns finden Sie auch. Viel Spaß beim Schmökern...

Wir über uns


Sanjola (sprich: sanschola) heißt Loben, Preisen. Das Wort kommt aus der Sprache Lingala. Diese wird sehr häufig in der Grenzregion zwischen Angola und der Demokratischen Republik Kongo gesprochen.

Aus dieser Gegend kommen die meisten unserer dunkelhäutigen Mitglieder. Mizel Jones, musikalischer Leiter, kommt aus Uigé. In Luanda war er lange Jahre musikalischer Leiter eines dort sehr bekannten Chores.

Wir singen akapella, d.h. ohne Instrumentenbegleitung. Wir besetzen die klassischen 4 Stimmlagen, Sopran, Alt, Tenor und Bass.Unsere Lieder kommen größtenteils aus Angola. Daher singen wir nicht nur Dialekt, sondern auch in der angolanischen Geschäftssprache Portugisisch, in Englisch und Französisch. Wenige Lieder aus unserem Repertoir sind in Deutsch. Wir wollen mit unseren Liedern von Gott und seiner Beziehung zu uns Menschen singen.
Wir sind sehr verschieden: unterschiedliche Konfessionen, zwei Geschlechter, jedes Alter, verschiedene Herkunft, verschiedene Lebensweisen, verschiedene Ansichten. Aber eines ist uns gemeinsam: unser Glaube an Gott und die Liebe zur Musik. Unsere Gemeinsamkeit hat uns da hin gebracht, wo wir heute stehen. Gerne holt man uns in den Gottesdienst, damit wir mit unseren Liedern zu einem besonderen Flair beitragen können. Hauptsächlich singen wir in evangelischen und katholischen Gemeinden.

Besonders schöne Stationen bisher waren Gottesdienste in der Frauenkirche, Lorenzkirche, St. Konrad, St. Lukas in Augsburg, St. Matthäus, St. Michael in Fürth. Wenn Sie mehr über unseren Werdegang erfahren möchten, können Sie unsere Discographie auf Ihren Rechner laden. Wir versuchen, diese stets auf einem aktuellen Stand zu halten und zu veröffentlichen. Zum Betrachten und Ausdrucken dieser Datei benötigen Sie .

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Menschen bei uns




Wir sind Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Wir haben unterschiedliches Aussehen, unterschiedliches Geschlecht, unterschiedliche Hautfarbe, sprechen unterschiedliche Sprache. Wir sind unterschiedlichen Alters und unser Bildungsstand ist unterschiedlich. Wir haben unterschiedliche Berufe, unterschiedliche Interessen und Hobbies. In vielen Dingen haben wir unterschiedliche, ja oft gegensätzliche Ansichten. Wir sind unterschiedlicher Konfession.



Wir haben gemeinsame Ziele: Wir wollen singen. Wir glauben an Gott. Wir nutzen unseren Gesang um das Wort Gottes zu verbreiten. Wir wollen mit unserem Singen helfen. Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die nicht das Glück haben in einem Land wie dem unseren zu leben. Die nicht das Glück haben so reich zu sein, wie wir es sind. Die vielleicht Hunger leiden müssen und deren Land von Krieg überzogen wurde. Wir wollen in humanitären Projekten helfend tätig sein. Wir wollen dazu beitragen, daß Brücken gebaut werden zwischen den Völkern und Mauern abgebaut werden.

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Warum wir das tun




Manche Menschen fragen uns, warum wir das alles machen. Warum wir singen und warum wir uns humanitären Zielen widmen.

Die Frage ist niemals leicht zu beantworten und fällt, je nachdem wer von uns sie beantwortet, auch immer etwas unterschiedlich aus. Denn jeder von uns beantwortet die Frage aus seinem Umkreis, seinem Ego heraus.

So sind es wohl die Gemeinsamkeiten, die uns veranlassen, zu tun was wir tun. Sicher hat ein jeder von uns ein Herz für Kinder. Die meisten von uns sind ja Väter und Mütter von großen und kleinen Kindern. Sicher glaubt auch jeder von uns in seiner ganz eigenen Weise an Gott und das Gute im Menschen. Die meisten von uns sind evangelischer Konfession. Es gibt aber auch Baptisten und Katholiken unter uns. Methodisten waren auch schon mal vertreten. Wir haben auch nichts dagegen, wenn Hebräer, Muslime, Buddhisten oder Angehörige anderer Religionen mit uns singen wollen.

Sicher steckt hinter dem Ganzen auch eine gewisse Sehnsucht nach einer besseren Welt. Einer Welt ohne Kriege und Haß, ohne Not und Verzweiflung, ohne Morden, ohne Ungerechtigkeit, ohne Unterdrückung und Folter - eben ohne all die schlechten Dinge, derer unsere Welt so reich ist.

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Wie es dazu kam




Das werden wir auch häufig gefragt. Darum hier die Gründungsgeschichte für alle zum Lesen aus der Sicht unseres ehemaligen Sekretärs:

Es war einmal ein kurzer Winternachmittag im Jahr 1998, dem ein langer Winterabend - wie sie denn so üblich waren, damals, folgte. Es war kurz vor Heilig Abend und der ehem. Sekretär wandelte mit seiner Frau gemessenen Schrittes durch den Stadtpark. Leider lag kein Schnee, es war nur eben kalt. Bei der Unterhaltung der beiden ergab sich plötzlich die Frage, welchen Gottesdienst der Reformations-Gedächtniskirche man denn am 24. Dezember besuchen wolle. Persönliche Aversionen und Präferenzen wurden diskutiert, jedoch keine Klarheit gefunden. So entschloß man sich damals, den Spaziergang über einen Umweg zu beenden.

Die Eheleute beschlossen, dem Schaukasten vor besagter Kirche einen Besuch abzustatten, denn da wird ja immer veröffentlicht, welcher Pfarrer an welchem Sonntag zu welcher Zeit predigt. Die Diskussion im Stadtpark konnte sich glücklicherweise auf einzelne geliebte und ungeliebte Pfarrer dieser Kirche reduzieren.

Der Blick in besagten Schaukasten offenbarte nicht nur, daß der 17:00 Uhr-Gottesdienst an Heilig Abend der Gottesdienst der Wahl sein würde, sondern auch einen hangeschriebenen Zettel in nicht ganz einwandfreiem Deutsch auf dem in etwa zu lesen stand: "Ich will einen Chor gründen und afrikanischen Gospel singen. Interessenten bitte anrufen Tel XXXXX".

Die Frau des ehem.Sekretärs meinte: "Du wolltest doch schon immer mal singen, Mann. Ruf' an, da hast Du Gelegenheit." Der so Angesprochene dachte bei sich, sein neues Mobilfunktelefon, welches er, weil erst vor kurzem erworben, stets mit sich herumschleppte, auszuprobieren und rief prompt die angegebene Nummer an.

Es meldete sich eine männliche Stimme (offenbar die desjenigen, der den Zettel im Schaukasten verfaßt hatte). Man parlierte für eine kleine Weile - nicht sehr lange denn es war ja kalt und der Frau des ehem. Sekretärs war auch langsam kalt - und verabredete sich für nach den Feiertagen in der Wohnung des Angerufenen.

Das Treffen fand statt und dabei kam man überein, sich in den ersten Januartagen in einem Gemeindesaal der Reformations-Gedächtniskirche zum Singen treffen zu wollen. Es kämen noch mehrere Interessenten...

An besagter erster Singstunde waren noch 2 oder 3 Damen anwesend und mit dem ehem. Sekretär und dem Chorleiter - der war es nämlich, der den Zettel verfaßt und in den Schaukasten gehängt hatte - 3 oder 4 Herren. Trotz dem für die Deutschen unter den Anwesenden das Liedgut sehr fremd war in jeder Beziehung hat es offenbar allen Beteiligten so gefallen, daß aus den Treffen eine Regelmäßigkeit wurde und so poe-a-poe der Chor entstand.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie noch heute. Irgendwann später im '99er Jahr wurde dann rückwirkend der 15. Januar als Gründungstag bestimmt.

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Wovon wir singen




Dieses Lied steht beispielhaft für alle unsere Lieder. Natürlich übersetzen wir unsere Lieder auch ins Deutsche. Das müssen wir schon tun wegen der Deutschen in unserem Chor. Leider fehlt uns oft die Zeit, dies vernünftig zu tun. Deswegen haben wir das nachfolgende Lied als Beispiel hier angeführt. Unsere Lieder drehen sich stets um die Beziehung Gott / Mensch.

Mpasi Ya Mona / Mein Leiden

Ob man traurig ist oder sich freut muß man immer Gott den Vater loben, so wie Jesus am Kreuz es getan hat. Ob man hungrig ist oder durstig muß man immer Gott den Vater loben, so wie Jesus auf dem Berg es getan hat.

Ich hätte in meinem Schmerz nicht gedacht daß ich Zufriedenheit finde. Aber ich habe Jesus viel darum gebeten und jetzt habe ich meinen Frieden.

Ob man stark ist oder schwach muß man immer Gott den Vater loben, so wie Jesus, der geschlagen wurde, es getan hat. Ob man reich oder arm ist muß man immer Gott den Vater loben, so wie seine Jünger es getan haben.

Ihr alle, die Ihr gehört habt, was ich gesagt habe, kommt zusammen um Gott den Vater zu loben ! Aller Reichtum dieser Welt bedeutet nichts ! Nur durch Gott allein werden wir leben ! Gott, Vater, gib uns die Kraft, damit wir bis zum Ende Dich loben können. Laßt uns beten beten auf immer ! Halleluja !

Hier neben dran finden Sie als Beispiel einen übersetzten Text. Das Original ist in Kikongo. In dieser Sprache kann man ein Versmaß im Text erkennen. Leider geht dieses bei der Übersetzung meist verloren.

Wir versuchen, den Text so genau wie möglich ins Deutsche zu übersetzen. Dabei geht oft viel Zeit ins Land. Nicht selten müssen wir uns über viele andere Dinge unterhalten, bis wir auf den richtigen Sinn der Übersetzung kommen.

Im Herbst und Winter verläßt uns meist die Kreativität. die Tage werden kürzer und das Wetter wird schlechter. Da hat man selten Lust oder Muße, Lieder zu übersetzen oder zu komponieren. Dagegen bringt das Frühjahr und der Sommer wieder Schaffensfreude und Esprit mit sich.

Über dies haben wir auch alle Familie, die auch nach ihrem Recht verlangt. So kommt es, daß die Übersetzungen eben nicht aktuell sind. Wir machen jedoch unsere Arbeit mit viel Liebe zum Detail.

Laden Sie eben einfach mal das Dokument auf Ihren Rechner. Mit Acrobat Reader können Sie es ansehen und ausdrucken. Geben Sie es an Freunde und Bekannte, wenn Sie möchten. Besuchen Sie uns im Gottesdienst oder beim Konzert. Fragen Sie uns, ob wir für Sie singen wollen - an einem Geburtstag vielleicht, oder an einer Hochzeit. Vielleicht haben Sie gerade Taufe oder irgendeine andere Gelegenheit.

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2006 © by Sanjola Coro Mix de Gospel African e.V.