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Aktueller Stand und Projektbeschreibung 2010

Rede der Schirmherrschaft vom 17 Mai 2003

Das Haus Stand 2002

2010 AKTUELL: Das Projekt " Familiäre Wohneinheiten für Straßenkinder" in Luanda, Angola


< Kinder aus Luanda, Angola
Die Zielgruppe des Projektes sind 50 besonders benachteiligte Straßenkinder und -jugendliche unter 18 Jahren, die ohne elterlichen Halt aufwachsen, aus zerrütteten Familien stammen oder deren Eltern verstorben sind. Besonders bedürftige Kinder und Jugendliche werden von den Sozialarbeitern angesprochen und dazu eingeladen eine der drei familiären Wohneinrichtungen in Luanda zu besuchen und dort nach Wunsch zu bleiben. Je nach Wohneinheit erhalten hier 14,15 und 34 Kinder und Jugendliche ein vorübergehendes Zuhause. Viele Kinder und Jugendliche lernen hier zum ersten Mal ein liebesvolles, familiäres Umfeld kennen.Verschiedene Freizeitangebote, Sport und Kultur fördern ihre sozialen Kompetenzen und die Herrausarbeitung von persönlichen Fähigkeiten. Durch das Leben in einem familiären Miteinander wird die soziale Integration gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erhalten zudem einen ersten Zugang zu Bildung bzw. können u.a. an informellen Ausbildungskursen teilnehmen. Sollte es der Wunsch des Kindes sein in seine Familie zurückzukehren, so wird es bei der Rückführung in die Familie unterstützt. Seit 1991 engagieren sich die Salesianer hier für die benachteiligten Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben. Die drei Wohneinheiten existieren seit 1999, 2003 und 2005.
Wir sind der Ansicht, dass ein liebesvolles, familiäres Umfeld die Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Projekt unterstützen.
Mehr Details, Siehe Aktueller Stand und Projektbeschreibung 2010
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Hinteründe 2002

Wir wollten ein Haus für Kinder bauen. HAUS FÜR KINDER heißt auf Portugiesisch, der Verkehrssprache Angolas, CASA PARA CRIANÇAS. Daraus haben wir CAPAC abgeleitet. Wir möchten mit dem Haus das Leid der Kinder nach unseren Kräften mildern. Vor welchem Hintergrund sich die Szene abspielt, zeigt nachfolgender Bericht:

LEGENDE

Wir haben einen Bericht eines Journalisten gefunden, der die Sachlage ohne viel Umschweife recht knapp auf den Punkt bringt. Da uns der Bericht vom Inhalt und der Kürze sehr gefallen hat, haben wir uns entschlossen, ihn hier als Hintergrundinfo zu unserem Kinderhaus-Projekt zu bringen. Die Englische Version wurde übersetzt.

Donnerstag, 18. Juli 2002

Angola's mißbrauchte Kinder


Kinder haben einen horrenden Preis gezahlt für den 27 Jahre andauernden Bürgerkrieg dieses Südafrikanischen Landes.
von Tony Karon


Wenn Kinder wählen könnten, wo sie geboren werden, gäbe es nur wenige noch schlechtere Optionen wie Angola. Stellen Sie sich vor: das durchschnittliche angolanische Kind hat eine Chance von 1 : 3, daß es an einfachen behandelbaren Krankheiten stirbt, die unbeobachtet durch ein ruiniertes Gesundheitssystem schlüpfen, bevor es 5 Jahre alt wird. Die 2, die das überleben, haben nur eine 1 : 3 Chance eine Schule besuchen zu können - wo sie ein Klassenzimmer mit etwa 90 weiteren Kindern teilen werden, von denen ungefähr 60 durchfallen, bevor sie die 5. Klasse erreichen.

Aber Erziehung ist eine investition in die Zukunft, und die tatsächliche Vorstellung einer Zukunft mag schwer zu verstehen sein in einem Land, das geplagt wird von AIDS, Hunger und mehr Landminen als jede andere Nation. (Nach vorsichtigen Schätzungen gibt es eine Landmine oder einen nicht explodierten Sprengkörper für jedes Kind in Angola.) Fast 1/3 jener Kinder sind Flüchtlinge und Hilfskräfte schätzen, daß 80% davon unter Feuer gelegen haben und wenigstens 50% beobachten konnten, wie jemand von einer explodierenden Landmine zerrissen wurde. Tausende von ihnen wurden in die Armeen entweder der Regierungstruppen oder der Rebellenbewegung UNITA gezwungen, die sich während der vergangenen 27 Jahre bekriegt haben - in einem Krieg, der grenzenlose Grausamkeit auf dem Rücken der Kinder des Landes angehäuft hat.

Der Krieg begann 1975 als das portugisische Kolonialregime zusammenbrach und rivalisierende Unabhängigkeitsbewegungen zurück ließ, die sich um die Reste stritten. Aber das war die Blüte des Kalten Krieges und Angolas Bürgerkrieg wurde, von außen gesehen, gerahmt und genährt von dem geopolitischen Schachspiel zwischen Washington und Moskau. Die Regierung war marxistisch, was ihr einen stetigen Strom schwerer Waffen von den Soviets garantierte wie auch tausende von Truppen und mit Piloten bemannten Kampfflugzeugen aus Kuba. UNITA war antikommunistisch und das garantierte einen stetigen Storm von Waffen und finanzielle und politische Hilfe der Reagan-Adminitration und des Apartheid-Regimes in Südafrika.

Aber sogar nach dem Kollaps des Kommunismus und dem Ende der Apartheid tobte der Krieg weitere 12 Jahre weiter - er hatte ein eigenes Moment entwickelt als eine primäre Form wirtschaftlicher Aktivität in einem Land, dessen Wirtschaft erschüttert war.

Ölexporte finanzierten den Krieg der Regierung, währen Diamanten und Holzschmuggel den der UNITA finanzierten. Und sogar als der Krieg das Land und seine Kinder verwundete, wußten die Männer in Uniform, daß sie bessere Aussichten hatten ihre Bäuche zu füllen, so lange sie Waffen in ihren Händen trugen.

Der Tod auf dem Schlachtfeld des Führers der UNITA, Jonas Savimbi, im Februar scheint endlich den Weg geebnet zu haben für eine Verständigung zum Ende des Krieges. Fremde Beobachter hatten bereits seit langem vermutet, daß Savimbi's Widerspenstigkeit ein Hauptfaktor gewesen ist bei der Außerkraftsetzung unzähliger Friedensinitiativen der letzten 10 Jahre. Die beiden Parteien unterzeichneten ein Abkommen im April 2002 - in der Hoffnung, daß es ein Moment schafft für den Frieden, Entwaffnung und anschließend den Wiederaufbau dieses zerschmetterten Landes.

Aber bittere Lektionen haben den Angolanern gelehrt, mit Hoffnung vorsichtig zu sein. Zu viele Versprechen wurden gebrochen in der Vergangenheit, zu viele Friedensabkommen liegen im Staub. Jedoch - Immer noch haben Angola's Kinder das unbestrittene Recht, etwas Besseres von ihren Eltern zu erwarten und von der weiteren globalen Gemeinschaft von Eltern, deren Hilfe Angola's Eltern benötigen werden um sich selbst aus dem Morast von Armut, Krankheit, Verzweiflung und Gewalt zu ziehen. Am Mittwoch drängte Kofi Anan, U.N. Generalsekretär, die Führer der Welt, Verantwortung für das Schicksal der Kinder dieses Planeten zu übernehmen - und seine Worte enthielten eine besonderen Satz im Hinblick auf Angola: "Lassen Sie uns nicht mehr Kinder bezahlen müssen für unsere Fehler."



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Redner der Schirmherrschaft

Frau Marlene Rupprecht, SPD, turnusmäßig zum Zeitpunkt dieses Ereignisses Vorsitzende der Kinderkommission der Bundesregierung, trat am 17.05.2003 im Rahmen unseres Benefizkonzertes für CAPAC - das Kinderhaus in Angola, die Schirmherrschaft über dieses Projekt an. Nachfolgend finden Sie ihre Rede dazu.


Bild M. Rupprecht"Ja, ein herzliches Grüß Gott an Sie, die sich dafür entschieden haben heut', Samstag nachmittag, etwas für ihre Seele zu tun.

Sie bekommen heut' Lieder geboten, die Sie eigentlich glücklich machen. Und das soll, hoffentlich, ein Weilchen reichen. Herzlichen Dank an die, die für dieses Glück zuständig sind, die die Ursache dafür sind, an die Sängerinnen und Sänger des Chores und an die Gäste, die wahrscheinlich heut' auch noch kräftig singen werden.

Samstag nachmittag in Nürnberg - ein Konzert - was ist Anlaß ? Sie haben's sicher gelesen: dieser Chor hat sich dafür entschieden, alles was er kann - und ich denk' 's Beste, was er kann ist Singen - dafür einzusetzen, daß Kinder in Afrika, die alleine sind, die keine Eltern haben, ein Haus bekommen, in dem sie endlich ein zu Hause haben, in dem sie Geborgenheit finden - etwas, was wir in Europa größtenteils unseren Kindern bieten. Unsere Kinder wachsen in gutem Wohlstand auf - auch wenn wir öfters jammern. Man muß immer wieder den Blick auch auswenden. Manchmal haben unsere Kinder so viel, daß sie gar nicht wissen, was sie eigentlich brauchen. Da ist manchmal der Überfluß eher die Gefahr als der Mangel. Es gibt einige, sicher auch in Deutschland, da ist der Mangel groß. Aber im Großen und Ganzen haben wir's in Europa wie, ja, auf der Insel der Glückseligen.

Und ab und zu erfahren wir, daß es in dieser Welt eben nicht nur friedlich zugeht, sondern daß es Kriege gibt - und Kriege, die über Jahrzehnte andauern. Wo Kinder aufwachsen ohne jemals erfahren zu haben, was es bedeutet im Frieden zu leben. Ich glaub' wir können's uns kaum vorstellen: ich bin 1947 geboren. Nach dem Krieg. Nach dem großen Krieg. Nach dem zweiten Weltkrieg. Ich hab' keinen Krieg mehr erlebt. Ich hab' die Folgen noch gesehen, aber ich hab' ihn nicht erlebt. Meine Tochter ist aufgewachsen im Frieden. Und alles, was Krieg bedeutet - Not, Hunger, ja, Entbehrung, auch die Gefahr, daß man Kinder verliert, da©¨ man Eltern verliert, daß man Verwandte verliert - kennen unsere Kinder eigentlich nicht.

Und ich bin froh darum ! Und wenn man sich das immer wieder bewußt macht, dann wendet man den Blick auch da hin, wo man nicht so gern' hinguckt, wo das eben nicht der Fall ist. Ich denk', wir haben gelernt, nach all den Kriegen, die wir in Mitteleuropa geführt haben, endlich Frieden zu lernen, unseren Kindern endlich beizubringen, das Gefühl zu geben: man kann in Frieden leben, ohne sich gegenseitig den Kopf einzuschlagen. Man kann das. Es ist nicht nur etwas, was Schicksal ist, sondern ich denk' dafür kann man was tun.

Und wir in Europa können dazu beitragen, indem wir die Kräfte unterstützen, die nicht Haß, Zerstörung, Tod und Mord verbreiten, sondern die unterstützen, die Frieden bringen, die Menschen das Gefühl geben, daß sie geborgen sind.

Das ist für mich zum Beispiel ein ganz wichtiges Thema: Geborgenheit ! Es gibt ein wunderschönes Lied: Gott hält die Erde, oder, ja, er hält uns in der Hand, er hat uns an der Hand, er führt uns. Und ab und zu, wenn man so als Erwachsener nicht mehr weiter weiß, dann summe ich vor mich hin: So nimm denn meine Hände und führe mich.. weil ich manchmal wirklich nicht weiß - und das kann man sich vorstellen wenn man Politiker ist, weil man mnanchmal nicht weiß wo der Weg hingeht und manchmal kriegt man viele Wege gezeigt. Aber einen, denke ich, den sollte er uns alle zeigen: und da bitte ich Sie wirklich d'rum: Sie haben Kraft, Sie haben einen Kopf mmitgekriegt, Sie haben Hände mitbekommen: helfen Sie mit, dieses Haus in Afrika zu bauen für Kinder in Not.

Ein kleiner Baustein ist notwendig. Und da wir nicht alle 'rüberfahren können und einen Baustein mitbringen können, müssen wir's in Form von Geld tun.

Ich bitt' Sie ganz inständig: helfen Sie mit, daß auf diesem Konto für dieses Kinderhaus sich nach und nach eine Summe ansammelt, mit der man so ein Haus einrichten kann - erst bauen und dann einrichten kann. Und wenn wir damit einen kleinen Tropfen, ja, geleistet haben, daß es friedlicher wird - ich glaub' dann haben wir auch die Kräfte zurückgedrängt, die eigentlich nur Angst und Mord verbreiten. Denn beides haben wir in uns. Täglich müssen wir damit kämpfen, daß wir das, was nicht so gut ist, im Griff haben, damit das was das Gute in uns ist, kräftig durchschlagen kann.

Und jeder in seiner Art - macher hat's Reden mitgekriegt, viele haben's Singen mitgekriegt, manche haben's Schaffe mitgekriegt, wie man im Schwäbischen sagt. Und alles zusammen, denk' ich, hilft dazu, eine friedlichere Welt zu bauen.

Ich dank' Ihnen, wenn Sie daran denken, daß da hinten eine Kontonummer ist. Vielen herzlichen Dank. Und jetzt wünsch' ich Ihnen, und natürlich auch mir, einen tollen, erlebnisreichen Nachmittag. Dankeschön."


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Das Haus Stand 2002

Die Geschichte mit dem Kinderhaus ist etwas kompliziert und vielschichtig. Einmal ist da die politische Lage im Land Angola. Bedingt durch diesen nunmehr eine Generation anhaltenden Unruhezustand und den reichen Resourcen des Landes haben die Menschen dort noch kaum Gelegenheit gehabt, bescheidenen Wohlstand aufbauen zu können.

Sicher sind da zwei Mainstreams aufeinander getroffen: einmal das Machtstreben der Kombatanten UNITA und MPLA und zum Anderen das Verlangen reicher Industrienationen nach Resourcen. Somit war es ein Leichtes, den Konflikt lange schwelen zu lassen und dabei noch an die begehrten Bodenschätze zu kommen. Nun, da die opponierende Partei MPLA praktisch assimiliert wurde nach dem Tod ihres Führers Dr. Jonas Savimbi im Februar 2002, müssen die Kapitalgeber ihre Strategie zur Erlangung der Resourcen ein wenig variieren.

Seit der Unabhängigkeit von Portugal in den 70er Jahren werden Konflikte auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Daß die Angolaner trotz Allem noch lachen, tanzen und sich freuen können, hängt zweifelsohne mit dem sehr stark verankerten Glauben an Gott und das Paradies zusammen.

Nun, nachdem die Konfliktsituation im Land beendet ist, wollen wir uns in die Reihen der großen und bekannten Hilfsorganisationen einreihen, und auch unseren Beitrag zur Verbesserung der Lage tun. Besonderen Grund dies zu tun haben wir, weil die dunkelhäutige Fraktion unseres Chores aus Angola kommt und weiterhin Kontakte in das Land unterhält.

Hier können wir Ihnen Entwürfe des Hauses zeigen. Gerne können wir .



Bilder von unserer "Baustelle". Hier in Deutschland glaubt man oft gar nicht, wie schwierig sich die Informationsübermittlung gestaltet. Die hier gezeigten Bilder haben uns etwa 4 Monate nach Aufforderung sie zu machen erreicht. Wir haben unsere "Männer vor Ort" damals gebeten, das uns zur Verfügung stehende Grundstück mal auszumessen. Hier sehen Sie, wie das passiert ist. Auf Grund der geschätzten Größe der auf dem Bild zu sehenden Menschen haben wir zurückgerechnet und so in etwa die Größe des Grundstückes ermittelt.
Auf ein Grundstück dieser Größe läßt sich ein relativ großes Haus - wir würden wohl eher sagen: Gehöft - errichten. Der aktuelle Plan geht von einem Gehöft aus, das etwa halb so groß ist, wie das Grundstück.

Wenn wir noch mehr Mittel erheben können, steht also einer Erweiterung des Bau's - mal abgesehen von bürokratischen Hürden - nichts im Wege.

Dieses Kinderhaus in Luanda soll helfen, die große Not der Menschen dort zu lindern. Es soll auch helfen, die örtlichen Behörden zu entlasten.
Vielleicht bekommen wir es auch hin, daß sich weitere Hilfsorganisationen oder gar Mäzene für unser Projekt begeistern lassen. Wie's weiter geht, wissen wir bald. Den aktuellen Stand der Dinge erfahren Sie hier.





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Stand des Projektes 2010

Was ist Sache ? Wo stehen wir ? Wie ist der Fortschritt ? Wie geht's weiter ?

Alles Fragen, die Sie sich ebenso stellen, wie eir es tun.

Wir hatten ja damit begonnen, Verein zu werden. Das hat schon einige Zeit gedauert. Jedoch bereits mit dem Beschluß Verein werden zu wollen, haben wir versucht, viele Auftritte zu machen, in denen wir über unser Projekt erzählen können und gleichzeitig Mittel dafür sammeln können.

Das hat seinen Höhepunkt im Jahr 2003 gefunden, wo wir statistisch gesehen alle 2 Wochen einen Auftritt hatten - sehr zum Leidwesen unserer Angehörigen, Famlien, Kinder. Allerdings hat uns dies auch eine Rekordsumme an Mittel für CAPAC beschert.

Heute im Jahr 2010 hat unser Kontostand 13.584,29 Euro erreicht - dafür, daß wir keine Sponsoren haben, ist das eine Summe, auf die wir richtig stolz sind.
Mit dem Geld kann man in Angola richtig was bewirken. Ein durchschnittlicher Verdiener hat dort gerade mal rund 300 EUR im Monat. Und davon geht Kleidung, Miete Essen etc. ab. Kleidung ist im übrigen dort genauso teuer wie bei uns...
Aktueller Stand des Kinderhauses CAPAC. Um das Spendengeld möglich effektiv zu verwenden haben wir uns im Chor entschlossen, uns einer integeren und durchsichtigen Hilfsorganisation wie die Salesianer Don Boscos anzuschliessen. Wenn wir unsere bisherigen Pläne, selbst ein Kinderhaus zu bauen, weiter verfolgt hätten, wären wir noch lange nicht damit fertig und zu viel Geld der Spenden würde für die Coruption verloren gehen. Frau Patzke Salgado von Don Bosco konnte uns die " Familiären Wohneinheiten für Strassenkinder in Luanda, Angola" ans Herz legen:


Aktuelle Situation und Projektbeschreibung Stand 2010

Projekthintergrund

Angola, im südwestlichen Afrika gelegen, grenzt an die Länder Namibia, Sambia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und den atlantischen Ozean. Die Hauptstadt von Angola, Luanda, gehört mit seinen über 5 Millionen Einwohnern zu den größten Städten Afrikas und ist die drittgrößte portugiesich-sprechende Stadt hinter Sao Paulo und Rio de Janeiro. 2010 steht die Afrika-Meisterschaft im Fußball auf Angolas Programm, neue Stadien werden in Luanda, Lubango, Benguela und Cabina gebaut.
Die neuen Stadien spiegeln den wirtschaftlichen Aufschwung Angolas wieder. Auch im politischen und sozialen Bereich erlebt Angola einen Aufschwung. Doch die Verbesserung erreicht bei weitem nicht alle Teile der Bevölkerung. Die drastische Differenz beim Zugang der Bevölkerung zu Sozialleistungen, die Landflucht sowie die stockenden Bemühungen durch den Aufbau von Schulen das Bildungssystem zu verbessern sind Beispiele für die bestehenden Defizite im Land. Vom Aufschwung des Landes erleben bislang vor allem Kinder, Jugendliche und Frauen, kurz die ohnehin schon benachteiligten und maginalisierten Bevölkerungsgruppen, wenig.
Es ist daher nicht verwundenderlich, dass Angola trotz des Aufschwungs im Human Development Index der Länder, Platz 162 von 177 einnimmt (UNPD Report 2007/2008). Die Regierung Angolas strebt seit den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und den NGOs eine Verbesserung der prekären Situation der benachteiligten Bevölkerungsgruppen an und entwickelte eine Strategie zur Verbesserung der Sozialversorgung für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es jedoch finanzieller Mittel.
Das Projekt der Salesianer Don Boscos befindet sich in einem Armenviertel von Luanda - dort wo die Lebensbedingungen sehr prekär sind und das Sozialsystem für die Bedürftigen und marginalisierten der Gesellschaft unerreichbar bleibt. Seit 1991 engagieren sich die Salesianer hier für die benachteiligten Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben.

Zielgruppe

Die Zielgruppe des Projektes sind 50 besonders benachteiligte Straßenkinder und -jugendliche unter 18 Jahren, die ohne elterlichen Halt aufwachsen, aus zerrütteten Familien stammen oder deren Eltern verstorben sind. Sie leben marginalisiert und haben keinen Zugang zu Bildung oder zum Gesundheitssystem. Vom ökonomischen, sozialen oder politischen Leben in Luanda sind sie gänzlich ausgeschlossen. Viele von ihnen haben keine Ausweispapiere. Sie führen in den Armenvierteln am Rande Luandas ein menschenunwürdiges Leben.

Ziel des Projektes

Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Straßenkindern und - jugendlichen. Durch die Einbindung in familiäre Wohneinrichtungen erhalten die Kinder und Jugendlichen neuen Lebensmut und das Gefühl, gewollt zu werden. Sie haben hier, den internationalen Kinderrechten entsprechend, die Möglichkeit wieder in einem geschützten Umfeld zu leben, in welchem sie ihr volles Potential zur Entfaltung bringen können. Eine Versöhnung des Kindes mit der Familie wird dann angestrebt, wenn dies dem Wunsche des Kindes entspricht.

Maßnahmen und Aktivitäten

Die Kinder und Jugendlichen, welche in den Armenvierteln von Luanda auf der Straße leben, werden von den Sozialarbeitern Don Boscos so gut wie möglich betreut. Sie sind bei den Straßenkindern akzeptiert und anerkannt. Besonders bedürftige Kinder und Jugendliche werden von den Sozialarbeitern angesprochen und dazu eingeladen eine der drei familiären Wohneinrichtungen in Luanda zu besuchen und dort nach Wunsch zu bleiben.
Die Wohneinheiten werden von Ehepaaren geführt. Je nach Wohneinheit erhalten hier 14,15 und 34 Kinder und Jugendliche ein vorübergehendes Zuhause.Viele Kinder und Jugendliche lernen hier zum ersten Mal ein liebesvolles, familiäres Umfeld kennen.Verschiedene Freizeitangebote,Sport und Kultur fördern ihre sozialen Kompetenzen und die Herrausarbeitung von persönlichen Fähgkeiten. Durch das Leben in einem familiären Miteinander wird die soziale Integration gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erhalten zudem einen ersten Zugang zu Bildung bzw. können u.a. an informellen Ausbildungskursen teilnehmen.
Sollte es der Wunsch des Kindes sein in seine Familie zurückzukehren, so wird es bei der Rückführung in die Familie unterstützt. Sozialarbeiter führen zuvor Gespräche mit den Eltern und den Kindern und vergewissern sich, dass eine Rückführung möglich ist, ohne dass sich das Kind oder der Jugendliche einer neuen Gefahr oder einem Konflikt aussetzt. Im Anschluss an die Rückführung wird durch regelmäßige Besuche des Sozialarbeiters überprüft, ob die Rückführung in die Familie gelungen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so hat das Kind/Jugendlicher erneut die Möglichkeit in eine familiäre Wohneinrichtung aufgenommen zu werden.

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